27 Okt 2007
Die Online Glücksspielgruppe Unibet geriet letzte Woche ins Zentrum einer europäischen Kontroverse: Die Online Glücksspielgruppe bot Wetten über die zukünftige neue belgische Regierung an. Die belgische Glücksspielkommission richtetet dagegen eine Beschwerden ein, weil sie nicht möchte, dass politische Themen das Ziel von Online Wettseiten werden.
Ein Sprecher der Kommission äußerte sich zu der Entscheidung und sagte, die Beschwerde liege nun beim Staatsanwalt. „Wetten anzubieten, wann eine neue Regierung gestaltet wird, ist illegal“ sagte Marc Callu gegenüber einem belgischen Radiosender. Die Wahlen haben anfangs Juni in Belgien stattgefunden, und das Land war politisch stark gespaltet. Bis heute gibt es noch keine Regierung, da sich die Politiker nicht einigen können.
Laut einer Pressemitteilung behauptet die Online Glücksspielgruppe, ihre Wettangebote seien alle legal. Weder das belgische Gesetz noch das Europäische Recht widerspreche dieser Art von Wetten. Dem gegenüber behaupten die belgischen Behörden, dass man laut dem belgischen Gesetz nur auf Sportsereignisse wetten dürfe. Sollte die Online Glücksspielgruppe falsch liegen, kann es teuer werden: Eine bis zu sechs Monate dauernde Suspension und eine Geldstrafe bis zu 100.000 Euro. Unibet offerierte eine 1:25 Auszahlungsquote für diejenigen die die Bildung einer Regierung noch vor dem 1. Oktober voraussahen. Nur 2:5 beträgt die Quote, wenn es erst nach dem 1. Dezember dazu kommen soll. Auch über die Identität des neuen Premierministers können Sie eine Wette ablegen.
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